Bürgerstiftung Biblis

Neuer Vorstand mit neuen Ideen

                 Bürgerstiftung „Alle in einem Boot“ richtet den Blick nach vorne

Von einer Gruppe engagierter Bibliser Bürgerinnen und Bürger wurde im September 2009 die Bürgerstiftung „Alle in einem Boot“ gegründet. Nach Klärung umfangreicher Formalitäten konnten die Frauen und Männer unter dem Vorsitz von Ernst Wartusch die Ziele der Stiftung umsetzen. Vor dem Hintergrund Biblis mit seinen Ortsteilen zu einer lebens- und liebenswürdigen Gemeinde zu verhelfen wurden über die Jahre hinweg Leistungen erbracht, die als Ergänzung zu den Maßnahmen der Kommune zu verstehen sind. Wir haben darüber immer zeitnah berichtet. Gefördert werden Projekte als Hilfe zur Selbsthilfe und vieles mehr.

Im Laufe dieser Jahre setzten sich der Vorstand und auch der Stiftungsrat immer wieder neu zusammen. Alles ging reibungslos und die Öffentlichkeit wurde kaum tangiert. Das RWE hat das Stiftungskapital zweimal wesentlich aufgestockt und so boten sich, bei einer wesentlich besseren Zinsphase viele Möglichkeiten, Anträgen aus  der Bevölkerung und den Vereinen positiv zu bescheiden.

Habenzinsen sind drastisch zurückgegangen und auch Corona behinderte die Arbeit der Stiftung erheblich. Das Jahr 2020 bot aber auch die Chance, sich neu zu formieren, da einige Vorstandsmitglieder ihr Engagement zurückfahren wollten.

Neuer Vorstand hat seine Arbeit aufgenommen

So wurden im vergangenen Jahr Überlegungen angestellt, wie die Organe der Stiftung künftig aufgestellt sein sollen. Britta Spatz hatte sehr frühzeitig im letzten Jahr angekündigt, ihr Amt als Vorsitzende mit dem Ablauf des Jahres zurückzugeben. Ein entsprechende Berichterstattung im „Bibliser Blatt“ führte dazu, dass sich ein Bürger und drei Bürgerinnen gemeldet hatten und bereit waren, eine verantwortliche Tätigkeit in der Stiftung zu übernehmen.

So trat, im Benehmen mit dem Stiftungsrat, am 1. Januar ein neuer Vorstand sein Amt an. Eine Ausnahme ist Alexander Scholl, der schon länger mit dabei ist. Neue Vorsitzende ist Gisela Gibtner, ihr Vertreter ist Roland Woll und Beisitzerinnen sind Irmgard Morys und Priska Winkler. Alles Personen, die kaufmännisch vorbelastet sind und sich auch mit den steuerlichen Eigenheiten einer Stiftung auskennen.

Bürgerstiftung findet große Beachtung

In den ersten Jahren seit Bestehen wurden primär ältere Menschen und Kinder unterstützt. Dabei erinnern wir uns gerne an die Life-Kinetik für Erzieherinnen und Lehrerinnen. Eine Maßnahme, die nachhaltig wirke, so der Vorstand im Gespräch mit dieser Redaktion.  Ohne von den Vorgaben der Satzung abzuweichen, will man sich künftig auch in anderen Bereichen wiederfinden. Das Problem war auch die ganze Zeit über keinen Büroraum verfügen zu können. Mit Hilfe der Gemeinde könne man zumindest vorübergehen einen adäquaten Raum im Stadiongebäude anmieten. Die Stiftung möchte auch die Nebenkosten sehr gering halten um stattdessen die Projekte besser unterstützen zu können. Denn das Interesse ist groß; immer wieder kommen Anregungen und Anträge aus der Bevölkerung.

Einige Subventionen sind bereits erfolgt; andere stehen kurz vor der Entscheidung

So werden in allen Kitas Luftfilter eingebaut. Die Kosten trägt das Land nur bedingt. Die Vorschulkinder der evangelischen Tagesstätte Nordheim erhalten T-Shirts mit Motto.

Auf dem Bauhof steht noch eine Sitzgruppe, die in Absprache mit der Gemeinde und den Fachbehörden am Radweg 6 bei Nordheim aufgestellt werden soll. Überhaupt gibt es Bestrebungen, an markanten Orten Bänke aufzustellen um dem Wanderer oder Fahrradfahrer Sitzgelegenheiten anbieten zu können. Hier soll ein Bänke Pool geschaffen werden.

Delphintherapie für ein schwerkrankes dreijähriges Kind

Das dreijährige Kind einer jungen Familie habe Frühautismus und bedarf einer dringenden Delphintherapie. Die Familie habe inzwischen schon Haus und Auto verkauft um die aufwendigen Kosten die bisher entstanden sind begleichen zu können. Es sei beeindruckend, so der Vorstand, wie die Familie alles probiere, um ein wirkungsvolles medizinisches Ergebnis zu erreichen. Dazu gehöre diese Tiertherapie, die in der Türkei durchgeführt werden soll. Dort sind die Kosten geringer als in Amerika. Man sei beindruckt, was die Familie alles tue um dem Kind zu helfen. Die Krankenkassen sind zu solchen Leistungen nicht bereit, sie zahlen lediglich die Therapie für eine Woche. . Die Stiftung hat die Absicht, demnächst eine Spendenaktion ins Leben zu rufen und diese Aktion mit einem Sockelbetrag zu untermauern.

Sommerflohmarkt um den Gemeindesee

In Planung, so Roland Woll, sei es, am Gemeindesee in der verlängerten Kirchstraße einen Sommerflohmarkt durchzuführen. Ins Auge gefasst sei der 21. Oder 28. August. Hier sei man im Gespräch mit der Gemeinde.

Es besteht die Absicht, zweimal im Jahr einen Vereinsstammtisch ins Leben zu rufen. Diesbezüglich werden die Vereine in den nächsten Tagen angeschrieben. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde möchte man, zumindest für die 2. Jahreshälfte, einen Vereinskalender erstellen. Das Insektenhotel am Gemeindesee, nahe der DLRG – Station, soll in Absprache mit dem Vogelschutzverein im Herbst umgesetzt werden, da das Hotel nicht so angenommen werde, wie erwartet.

Das neue Loge der Stiftung

Als die die Stiftung gegründet wurde beinhaltete das Logo, ein Segelschiff mit schlaffen Segeln. Absolut verständlich denn das Boot musste erst einmal den Weg nach vorne, in die offene See finden, seine Erfahrungen machen und sich dann dem, oft auch wechselhaftem, Wetter anpassen. Das neue Logo zeigt, ein aufgeblähtes Segeln, ein Beweis dafür dass das Boot auch einer stürmischen See sich stellen kann und auch erfolgreich die Klippen meistert.

Der Vorstand wird auch künftig für Anregungen offen sein. Ferner können Anträge gestellt werden, zur Übernahme von Leistungen oder für eigene Überlegungen.

mg

Der neue Vorstand der Bürgerstiftung „Alle in einem Boot“ vl: Roland Woll, Irmgard Morys, Gisela Gibtner und Priska Winkler. Nicht auf dem Foto: Alexander Scholl. Die Gummernfraa war ein Projekt der Bürgerstiftung, welches der inzwischen verstorbene Stiftungsratsvorsitzende Alfred Kappel geleitet hatte. Die Finanzierung erfolgte aufgrund einer Spendenaktion, nicht aus Mittel der Bürgerstiftung.